16. Mai 2012 um 22:05

ZMB Zweite Tramachse: Stellungnahme «Läbigi Stadt»

«Läbigi Stadt» ist erfreut über die Realisierungsmöglichkeit einer zweiten Tramachse in der nördlichen Altstadt

«Läbigi Stadt» fordert seit Jahren eine zweite Tramachse und somit eine Entlastung der bisherigen Innenstadt-Achse. Bis vor noch nicht so langer Zeit war die Offenheit der Verantwortlichen dafür jedoch nicht da. Umso erfreuter sind wir nun über die Ergebnisse der Zweckmässigkeitsbeurteilung (ZMB), wonach eine zweite Tramachse in der nördlichen Altstadt realisierbar, sinnvoll und zielführend ist. Aus Sicht von «Läbigi Stadt» ist jedoch auch die als am zweitbesten eingestufte Variante (Lorrainebrücke) noch nicht vollends abzuschreiben und gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt – in Zusammenhang mit einem allfälligen Wylertram – weiterzu­verfolgen.

Die ZMB zeigt klar, dass mit der Variante Altstadt Nord die Hauptzielsetzung, die Entlastung der Innenstadt, am besten erreicht wird. Zudem kann mit dieser Variante auch die Netzredundanz / Umfahrungsmöglichkeit bei ausserordentlichen Anlässen gewährt werden. Weiter überzeugt uns an der Variante Altstadt Nord insbesondere die Entlastung des Hirschen­grabens und die Aufwertung der City West, generell die verbesserte Aufenthaltsqualität in der Innenstadt und im Speziellen die Aufwertung und bessere Erschliessung des Bollwerks.

«Läbigi Stadt» möchte jedoch die als am zweitbesten eingestufte Variante (Lorrainebrücke) noch nicht vollends abschreiben, um sie vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt – etwa in Zusammenhang mit einem allfälligen Wylertram – weiterzuverfolgen. Gemäss ZMB wäre vor allem der Punkt „Potenzial Stadtentwicklung und Gestaltung“ bei der Variante Lorrainebrücke besser. Ein stark bewohntes und frequentiertes Gebiet könnte damit neu mit einem Tram erschlossen und die Kapazität bis zur Gewerbeschule bedeutend erhöht werden.

Die Stadt tut aus unserer Sicht gut daran auch längerfristig zu denken und zu analysieren, wie sich die Tramstadt weiterentwickeln kann und soll. Mit Interesse werden wir daher die weiteren Schritte verfolgen und begleiten.

Ausführliche Stellungnahme vom 16. Mai 2012