24. Mai 2012 um 12:05

Einreichung Interfraktionelle Motion

«Läbigi Stadt» fordert bessere Rahmenbedingungen für Carsharing in der Stadt Bern

«Läbigi Stadt» setzt sich für eine intelligente Mobilität und die Reduktion des motorisierten Individualverkehrs ein. Dazu leistet Carsharing einen wichtigen Beitrag. Deshalb wird heute Abend im Stadtrat eine interfraktionelle Motion einge­reicht, in welcher der Gemeinderat aufgefordert wird, dort, wo ein Bedarf ausgewiesen ist, der Mobility Genossenschaft Parkplätze auf öffentlichem Grund über eine Sondernutzungskonzession zur Verfügung zu stellen.

Ein wichtiger Faktor für den Erfolg von Carsharing sind die Standorte, an denen die Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Wichtige Faktoren sind dabei eine gute Verteilung im Quartier, sprich die zentrale Lage, die die Nähe zu den Kunden gewährleisten, sowie die gute Sichtbarkeit und Erreichbarkeit der Standorte. Während Parkplätze in Hinterhöfen für Private durchaus attraktiv sein können, sind sie für Carsharing nicht optimal. Idealerweise liegen die Standorte in den Quartierzentren.

Die zunehmende Nachfrage erhöht den Bedarf an guten Standorten für Carsharing. Die Städte St. Gallen und Basel und die Gemeinde Köniz haben deshalb bereits reagiert, indem sie der Mobility Genossenschaft ein Sondernutzungsrecht für die Beanspruchung von öffentlichem Grund als Mobility-Standort erteilt haben oder Parkplätze auf öffentlichem Grund zur Verfügung zu stellen, um das gemeinsame Nutzen von Autos zu fördern.

«Läbigi Stadt» begrüsst den interfraktionellen Vorstoss. Es ist für «Läbigi Stadt» selbstverständlich, dass nur bestehende Parkplätze, z.B. in der blauen Zone, zu Carsharing-Parkplätzen umfunktioniert und keine zusätzlichen Parkplätze geschaffen werden sollen. Sollten in Zukunft andere Anbieter Carsharing-Modelle wie Mobility bieten, so ist eine Gleichbehandlung sicherzustellen.